Prävention

Publikation der BAK Forschungsstudie "Einstellungen zu Korruption"

Im Rahmen der Studie hat das BAK insgesamt 1.687 Personen zu ihren Einstellungen zu Korruption befragt, davon etwa zur einen Hälfte PolizeischülerInnen der Österreichischen Bundespolizei und zur anderen Hälfte StudentInnen der Universitäten Wien und Innsbruck der Fächer Rechtswissenschaften und Psychologie. Als Erhebungsinstrument diente die Hannoversche Korruptionsskala (HKS 38).

Nun liegen die Ergebnisse vor, welche detailliert in der aktuellen Ausgabe des .SIAK Journals (2/2017) nachzulesen sind. Weitere nationale und internationale Publikationen sind für die Zukunft geplant.

Es gibt einige interessante Befunde, so erzielen etwa weibliche Befragte eine höhere korruptionsaffine Einstellung als männliche Befragte. Dies ist insofern bemerkenswert, als in der einschlägigen Literatur Frauen oft als weniger korruptionsanfällig beschrieben werden. Die Befundlage zu den Geschlechtsunterschieden bei Korruption ist aber generell noch recht diffus und es bedarf weiterer Forschungstätigkeiten. Ein weiteres, interessantes Ergebnis der Studie ist, dass PolizistInnen als erheblich weniger korruptionsanfällig als die beiden Vergleichsgruppen beschrieben werden können.

Für künftige Forschungstätigkeiten steht dem BAK die HKS 38 Ö (HKS 38 Österreich-Version) zur Verfügung. Diese österreichische Version des Fragebogens berücksichtigt die sprachlichen Besonderheiten des Kulturraums und wurde bereits an einer bevölkerungsrepräsentativen Normstichprobe für Österreich validiert.

Die Ergebnisse der Forschungstätigkeiten tragen schließlich dazu bei, passgenauere Präventionskonzepte und Schulungsmodule zu konzipieren.

Links:

Dr. Angelika Schäffer
©  .BAK
Die Studie wurde aus Mitteln des EU-Fonds für die Innere Sicherheit (ISF) kofinanziert.
©  BMI
Abdruck honorarfrei

Artikel Nr: 14966 vom Montag, 31. Juli 2017, 13:13 Uhr
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